E-Mail Facebook Facebook Facebook Messenger Instagram Location Menü Dashboard Telefon Pocket Twitter Whatsapp
Das Interview im Oldtimer: Ministerin Anke Rehlinger (SPD).
Das Interview im Oldtimer: Ministerin Anke Rehlinger (SPD).

„Ich will, dass wir im Saarland das Auto von morgen bauen."

Wadern – er ist grün und 55 Jahre alt. Und seit vergangenem Sommer gehört der Peugeot 404 Ministerin Anke Rehlinger (43, SPD). Wir sprachen mit ihr über Oldie-Liebe, E-Mobilität und die Auto-Zukunft.

BILD: Werden Sie in zehn Jahren noch mit Ihrem Oldtimer fahren dürfen?

Anke Rehlinger: „Ich glaube, dass Oldtimer auch dann noch unterwegs sein werden. Ob sich dann noch jemand für Oldtimer interessiert, weiß ich nicht. Die Gesellschaft entwickelt gerade ein neues Gefühl fürs Auto.“

Die Frage zielte mehr auf die Abgaswerte und Klima-Diskussion ab ...

Rehlinger: „Es kommt auf den Umbau des Verkehrssektors insgesamt an, nicht auf ein paar Oldtimer. Was bringt da ein Verbot? Aber allein einen Oldtimer anzusehen, das hat schon einen Wert.“

Das Saarland ist ein Autoland. Die Grünen setzen aufs E-Auto. Ist unsere Industrie auf dem richtigen Weg?

Rehlinger: „Ich will, dass wir im Saarland das Auto von morgen bauen. Aber das sieht anders aus und tankt anders. Die Elektromobilität wird eine Form sein, auch Wasserstoff-Antriebe. Fahrzeuge müssen vor allem leichter werden.“

Der amerikanische Elektroauto-Hersteller Tesla wollte sich in der Grenzregion ansiedeln.

Rehlinger: „Wir haben uns damals an Tesla gewandt, fragten zum Beispiel, welche Fläche benötigt wird. Aber die internen Abläufe bei Tesla sind offenbar noch nicht soweit, um uns konkrete Angaben machen zu können.“

Weshalb steigt die Landesregierung nicht komplett auf Elektroautos um? Als gutes Beispiel.

Rehlinger: „Wir haben schon angefangen mit Elektroautos und Hybrid-Technologie-Fahrzeugen. Es kommt am Ende auf den Mobilitäts-Mix an.“

Müssen Luxus-Limousinen für Minister und Politiker sein?

Rehlinger: „Für jemanden wie mich, der knapp 60 Kilometer von Saarbrücken entfernt wohnt, und im Jahr fast 60000 Kilometer fährt, ist das Auto auch mein Büro. Natürlich ist es auch eine Frage der Bequemlichkeit. Aber auch, wie man seine Arbeit gut erledigt bekommt.“

Was halten Sie von einem Tempo-Limit auf den Autobahnen?

Rehlinger: „Wir überzeugen die Bürger nicht mit Verbots-Debatten. Man verstellt sich dadurch eher der Debatte, wie die Mobilität der Zukunft aussehen soll. Man sollte auch schauen, wie man Fahrten grundsätzlich vermeiden kann. Stichwort: Homeoffice.“

Die Ministerin dreht den Zündschlüssel – der Peugeot 404 springt an. Zweimal würgt sie ihn ab – die Handschaltung ist gewöhnungsbedürftig. Aber ansonsten läuft ihr Oldie (Jahrgang 1964, 69 PS, Heckantrieb) rund. Besonders die Form begeistert Anke Rehlinger. Gesehen hat sie ihn im Internet, wo er von einem Lebacher für rund 9000 Euro angeboten wurde. Kilometerstand? Unbekannt. Radio? Fehlanzeige. Dafür ein Stecker fürs Handy-Ladegerät. Der stammt noch vom Vorbesitzer.

Quelle: Bild.de

Artikel teilen

Auswahl